Weingut

Wachter Wiesler

Wachter Wiesler zählt heute zur Spitze der österreichischen Rotwein-Erzeuger. Ein Aufstieg in kurzer Zeit, der mit der Liebe zum Blaufränkisch, einer kompromisslosen Haltung zur Qualität und Familienverbundenheit einhergeht.

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„Es gibt Dinge, für die es sich lohnt, eine kompromisslose Haltung einzunehmen. Natur, Familie, Freunde – und Blaufränkisch.“

– Christoph Wachter

Belá Jóska 2018

winestyle-img Silky & Deep
Fruchtig
Wie ein Obstkorb aus frischen Früchten: Von Zitrus über Pfirsich, Apfel, Birne, zu Kirsche, Himbeere oder Pflaume.
Würzig
Wie eine Umarmung aus kräftigeren, wärmeren Aromen von Pfeffer über Koriander, Nelken, Vanille zu Tabak und Leder.
Strukturiert
12,90 €
17,20 €/L

Rotes Handgemenge 2019

winestyle-img Light & Juicy
Fruchtig
Wie ein Obstkorb aus frischen Früchten: Von Zitrus über Pfirsich, Apfel, Birne, zu Kirsche, Himbeere oder Pflaume.
Würzig
Wie eine Umarmung aus kräftigeren, wärmeren Aromen von Pfeffer über Koriander, Nelken, Vanille zu Tabak und Leder.
Erdig
Wie ein Energie strotzender Waldboden mit Aromen von Pilzen, Moos, Wurzelgemüse aber auch Dörraromen.
Saftig
9,90 €
13,20 €/L

Weißes Handgemenge 2020

winestyle-img Fresh & Juicy
Pflanzlich
Wie belebende Kräuter, Gräser, Heu über Kamille bis hin zu Noten ätherischer Öle.
Fruchtig
Wie ein Obstkorb aus frischen Früchten: Von Zitrus über Pfirsich, Apfel, Birne, zu Kirsche, Himbeere oder Pflaume.
Saftig, Lebendig
9,90 €
13,20 €/L

Blaufränkisch Eisenberg DAC 2018

winestyle-img Rich & Bold
Mineralisch
Wie die Vorstellung an einen nassen Stein: Manchmal kühl, salzig, leicht rauchig und meist ein straffe, griffige Textur am Gaumen. Eher ein Mundgefühl als eine Aromatik.
Würzig
Wie eine Umarmung aus kräftigeren, wärmeren Aromen von Pfeffer über Koriander, Nelken, Vanille zu Tabak und Leder.
Intensiv
19,50 €
26,00 €/L

Der neue Stil im Südburgenland, angeführt von Wachter Wiesler

Wachter Wiesler steht für einen neuen modernen Stil im Südburgenland: Vielschichtige und dabei feingliedrige Weine, die vor Struktur und Eleganz strotzen. Keine opulenten, schweren Roten Barrique-Schiffe, sondern moderne, unverfälschte Rotweine mit Finesse.

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Kompromisslos auf Qualität und Vertrauen in das eigene Können

Seitdem das Winzertalent Christoph Wachter das Familienweingut in 2008 übernahm, hat sich die kompromisslose Haltung für den eigenen Weg immer stärker herausgestellt. Die biologische und sorgsame Bewirtschaftung der Weingärten, Fingerspitzengefühl zur Begleitung statt Verfälschung der Weine bei der Kellerarbeit und der Verzicht auf jegliche Zusätze oder Schönungen stehen für die Philosophie: die Herkunft der besonderen Lagen unverfälscht in die Flasche zu bringen.

Der besondere Boden um Deutsch Schützen

Wie für das Südburgenland typisch sind auch bei Wachter Wiesler die Rebsorten Blaufränkisch und Welschriesling die Hauptrebsorten. Auf ca. 10 Hektar, biologisch bewirtschaftet, stehen bis zu 80 Jahre alte Rebstöcke, deren besondere Boden aus einer „Dreifaltigkeit“ aus Grünschiefer, Blauschiefer und schwerem, eisenhaltiger Lehm besteht. Diese Kombination sorgt für einen unverwechselbaren Charakter in den Weinen, der einen zum Staunen bringt.

Interview mit Christoph Wachter

Was würdet ihr sagen, wofür euer Weingut und eure Weine stehen?

Christoph Wachter: Innerhalb der letzten 15 Jahre haben wir unser seit mehreren Jahrzehnten etabliertes Familienweingut Wachter Wiesler zu einer der Qualitäts-Speerspitzen am Eisenberg geformt. Wir produzieren, nunmehr auch bio-zertifiziert, möglichst unverfälschte Gewächse, die ihre Herkunft unverkennbar zeigen. Mit großem Einfühlungsvermögen gelingen elegante Weiß- und Rotweine, die sich eher durch Finesse und Vielschichtigkeit als durch Opulenz auszeichnen. Dabei gehen wir sowohl im Weingarten als auch im Keller mit besonderem Fingerspitzengefühl vor, um die Eigenheiten der jeweiligen Lage möglichst präzise zu präsentieren. Vorwiegend werden 600-Liter-Fässer oder größere verwendet. So gelingt es, die Nuancen des unvergleichbaren Blaufränkisch-Terroirs klar wahrnehmbar zum Ausdruck zu bringen. Das Ergebnis sind – vom köstlichen Klassiker Béla-Jóskaüber prächtige Orts-Gewächse aus Deutsch Schützen und Eisenberg bis hin zu den gesuchten Einzellagen-CharakterenSaybritz& Co. – Jahr für Jahr Weine stiller Größe mit immensem Reifevermögen.


Was macht für euch einen großen Wein aus? Oder was ist euch persönlich wichtig bei einem Wein?

Christoph Wachter: Unsere Weine sind oft tänzelnd, mitunter aber dann wieder ruhig schwebend. Sie sind irgendwie wie wir. Sie haben’s gerne gut, sehr gerne sehr gut, und meinen es manchmal aber auch einfach zu gut mit uns, doch dann immerhin viel zu gut. Sie sind bereit, begeistert zu reisen, aber auch, beinahe endlos zu rasten. Sie sind ausgesprochen abenteuerlustig und fortwährend präsent. Eroberer, Clowns, Therapeuten, Verführer. Sie leben ihr Leben. Und sie leben es verdammt gern.


Hat der Klimawandel Einfluss auf euren Weinbau und ändert dies auch Dinge in eurem Schaffen?

Christoph Wachter: Wir versuchen natürlich mit der Natur zu arbeiten, mit der Zeit zu gehen. Humusaufbau und Bodengesundheit ist unser oberstes Ziel, so schaffen wir es genug Wasser zu speichern und den Reben alles zu geben was sie brauchen. Blumen, Gräser, und Kräuter als Begrünung helfen uns dabei die Kleinstlebewesen welche den Reben die nötige Nahrung bringen zu ernähren. Vorsichtige Laubarbeit, das heißt nur die notwendigsten Blätter kommen weg um die Trauben zu belüften, jedoch wird darauf geachtet, dass die Trauben nicht in der direkten Sonne hängen.Der richtige Erntezeitpunkt ist sowieso unabdingbar. Tendenziell hat sich dieser um 7-10 Tage nach vorne verschoben.


Was hat euch dazu veranlasst in Richtung Biologisch zu gehen?

Christoph Wachter: Wir wollten wieder näher an der Rebe sein. Wir sehen uns als Begleiter, als Beobachter, als Freund, der dann, wenn der Weingarten was braucht auch für ihn da zu sein. Durch die ganzen Mittelchen welche erlaubt wären haben viele überhaupt vergessen wie Wein wirklich schmeckt oder schmecken sollte. Unverfälscht, so wollen wir unsere Weine.


Gibt es Learnings oder Einsichten hinsichtlich der Weinerzeugung oder des Wein-Business, die ihr gerne schon zu Beginn eurer Karriere gehabt hättet?

Christoph Wachter: Es ist ein ständiger, wunderbarer Lernprozess. Ich will nichts missen, wir mussten alles probieren um zu sehen wie sich die einzelnen der 1000 Rädchen an denen man drehen kann auf den Wein auswirken. Ich will auch keine Fehler missen.


Lieber Christoph, herzlichen Dank für das Interview!