Ein Dorf mit 260 Einwohnern, 180 Hektar Reben und ein Weinberg, der alles veränderte — La Caldereta von Casajou
Wer im Penedès Cava sucht, bleibt meist in Sant Sadurní d'Anoia hängen. Wer weiterfährt, dem Fluss entlang, landet irgendwann in Sant Jaume Sesoliveres — ein Dorf, das aussieht, als hätte es sich nie entschieden, größer zu werden. Kalk, Ton und Sand sind hier ineinander verwoben wie ein Mosaik, die Böden prägen die Landschaft.
Laia Esmel und Jaume Vilaseca sind hier aufgewachsen. Jahre haben sie damit verbracht, die Weinwelt zu bereisen, bei Menschen zu arbeiten, die etwas wussten, das sie noch lernen wollten. Zurückgekommen sind sie nicht wegen einer Idee, sondern wegen eines einzelnen Weinbergs: La Caldereta.
1963 von der Familie Poch gepflanzt, südexponiert an einem Hang aus Ton, 1,5 Hektar, nahe Sant Sadurní d'Anoia. Für die Region wäre das Grand-Cru-Terrain. Man muss den Weinberg nur einmal gesehen haben, um zu verstehen, warum. 2020 bekamen sie die Chance, ihn zu übernehmen. Und vom ersten Tag an war klar: der wird komplett einzeln vinifiziert. In diesem Moment wurde aus einer Rückkehr ein Projekt.