Weingut

Schätzel

Jule & Kai Schätzel wagen den mutigsten Schritt den die Deutsche Weinwelt gesehen hat: Grand Cru Riesling vom renommierten Roten Hang in Nierstein, gereift unter Flor. Ihre Kommune 3000 ist das Weingut der Zukunft: eine Kombination aus Modern Farming, Modern Wine, Modern Work. Ein neues Kapitel beginnt.

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Preis
Farbe
Art
Wine Style
Aromatik
Eigenschaft

Naturweiss VDP.GUTSWEIN 2024

winestyle-img Fresh & Juicy
Fruchtig
Wie ein Obstkorb aus frischen Früchten: Von Zitrus über Pfirsich, Apfel, Birne, zu Kirsche, Himbeere oder Pflaume.
Würzig
Wie eine Umarmung aus kräftigeren, wärmeren Aromen von Pfeffer über Koriander, Nelken, Vanille zu Tabak und Leder.
Saftig, Aromatisch
14,00 €
18,67 €/L

Aus dem Zentrum der Tradition beginnt mit Schätzel eine Zeitenwende — auf einem der bedeutendsten Terroirs Deutschlands.

Manche Namen wirken im Nachhinein wie Koordinaten: Henri Jayer im Burgund. Josko Gravner im Friaul. Pierre Overnoy im Jura. Menschen, die nicht aus dem System ausgestiegen sind, sondern es von innen verändert haben. Jule und Kai Schätzel keltern am Roten Hang — 70% VDP Großer Lage, also Grand Cru. Kein Betrieb, der sich neu erfinden muss. Und genau von dort aus machen sie den konsequentesten Schritt, den die deutsche Weinwelt in einer Generation gesehen hat: Riesling wird lange unter Flor ausgebaut. Eine natürliche Hefeschicht, die man sonst aus dem Jura oder von Sherry kennt, hier erstmals auf einem der prestigeträchtigsten Terroirs Deutschlands angewendet. Nicht als Experiment, sondern als Haltung und logische Konsequenz.

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Was Schätzel von innen heraus verändert, hat einen Namen: Konsequenz.

Wir gehen mit großen Worten spärlich um, wenn auch kleine reichen. Aber manchmal reichen kleine nicht. Jule und Kai sind keine Aussteiger, die das VDP-Wappen hinwerfen und in die Naturwein-Szene flüchten. Sie sind das komplette Gegenteil: das innovativste Mitglied eines Verbands, der seit Jahrzehnten für Qualität steht — mit 70% VDP Großer Lage, also Grand Cru im Rücken. Genau von dort aus machen sie den konsequentesten Schritt, den die deutsche Weinwelt in einer Generation gesehen hat.

Das Begehrlichste bei Schätzel ist das, was sich nicht erzwingen lässt: Zeit.

Im mehr als 800 Jahre alten Holzfasskeller gleicht der Prozess heute fast einer Alchemie der Stille. Trauben, die über 20 Stunden schonend gepresst werden. Spontangärung. Keine Filtration. Kein Schwefel. Und Flor — jene schützende Hefeschicht, die man sonst aus dem Jura oder von Sherry kennt, hier erstmals konsequent auf Spitzenriesling angewendet. Die Fässer werden nicht mehr spundvoll gehalten. Die Weine reifen unter ihrem eigenen Schutz. Was entsteht, ist keine Lautstärke, sondern innere Spannung: leise, vibrierende Rieslinge mit einer Textur, die an Salz und Umami erinnert, präzise wie ein Skalpell, tief wie der eisenreiche Boden des Roten Hangs. Schätzel hat eine Tür aufgestoßen, durch die der deutsche Weinbau gerade erst zu gehen beginnt. Was als nächstes aus diesem Keller ans Licht tritt, wissen wir noch nicht. Aber eines ist sicher: Wir warten gerne.

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Was Schätzel nicht gesucht hat, hat alles verändert: Flor.

2017 entdeckten Kai und Jule ihn auf der Oberfläche eines Fasses. Erst Sorge, dann Neugier. Und nach dem ersten Schluck kam sie, die Erkenntnis. Kein Essig, keine Fehltöne, nur ein Wein, der sich selbst schützte. Das Phänomen wird oft missverstanden: Flor bedeutet keine Oxidation. Sondern das Gegenteil, ein Schutzschild, ohne dass jemand eingegriffen hat. Was dabei entsteht, lässt sich nur schwer beschreiben, ohne ins Poetische zu kippen. Also kippen wir kurz: Salin wie Meeresluft, schlank und präzise wie ein Katana, mit all der Umami-Würze des Roten Hangs. Weine mit zart reduktiver Spannung, die nach Erde, Himmel und Gehölz schmecken.

Was Schätzel als Kommune 3000 denkt, geht weit über Weinbau hinaus.

Zwischen den Zeilen des Roten Hangs blühen nicht nur Gräser, sondern auch Tomaten, Kohl und Kräuter. Die Weinberge sind keine Monokulturen mehr, sondern Lebensräume. Diese Agroforst-Mentalität schafft ein autarkes, vitales System, das dem Klimawandel mit maximaler Biodiversität begegnet. Seit 2016 im VDP, seit 2023 Demeter-zertifiziert — der ökologische Weg ist für Schätzel keine Option, sondern das Fundament. Kommune 3000 ist kein Marketingbegriff. Es ist ein radikaler Entwurf für die Zukunft des Weinbaus: ein Ökosystem aus Menschen, Handwerk und Natur, das in Kreisläufen denkt, die über uns alle hinausgehen.